Heute geht es weiter mit unserer neuen Rubrik: „Wundervolle InspirationsZauberer/Innen mal anders gefragt!“ 

(ACHTUNG: WARNUNG | VORWARNUNG | BEKANNTMACHUNG | Wasauchimmer: Dieser Beitrag enthält massiv Werbung und Verlinkungen zu anderen Seiten (für deren Inhalt wir nicht haften werden/können), denn nur so funktioniert es neue Inspiration zu finden! Klickt was das Zeug hält und erfreut Euch an den ganzen Hübschigkeiten!

Was sind denn wohl Inspirationszauberer/Innen?

Ja, wer uns kennt weiß, dass wir immer ganz besondere Begriffe für verschiedene „Dinge“ haben. So sind für uns InspirationsZauberer/Innen Menschen, die (nicht nur) in unserer Szene Neues (er)schaffen, oder entdecken und mit uns teilen. Uns damit die Welt ein bisschen mehr bunter machen.
Da wir hier ein besonderes Fleckchen Erde sind, möchten wir Dithmarschen und auch eben unseren Followern mehr Inspiration und auch was zum Schmunzeln schenken.
Wir möchten auf unserem Blog verschiedene Designer, Youtuber, Woll-Dealer, Podcaster/innen rund um das Thema Wolle vorstellen. Darum haben wir Ihnen ein „paar“ Fragen zugeschickt und hier findet ihr die Antworten dazu!

Im fünften Teil unserer neuen Blog-Serie dürfen wir Euch Nicola von nicolor.de vorstellen! *Strahlende Augen mal 1000*

Nicola ist eine wahre Inspiration! Für alles…! Sei es vom Desgin, denn ihre Desgins sind so herrlich einfach zum nachstricken. Oder, Egal ob groß, klein, schlank oder plüschig – Nicola schafft es Dich dazu zu bringen Dir das passendste Strickstück auf den Leib zu zaubern!

Ich (Astrid) habe Nicola entdeckt, als ich nach Anleitungen für große Größen gesucht habe. Der Raglano (klick auf den Namen und Du kommst zur kostenlosen Anleitung) liegt seit dem auf meiner ToDo-Liste! Da ich lange dachte, ich werde wegen meinen Händen nie stricken, habe ich immer mal wieder leicht traurig auf die Anleitung geschmult! Als klar war, dass ich (Danke der Damen im Laden) doch stricken kann, wurde auch der Raglano wieder ins „Mach-Ich-Ganz-Sicher-Bald-Ich-wills-UUUUUUNbedingt-bald-ausprobieren“-Büchlein! 😉

Als wir den Laden eröffnet haben, haben wir auch unser InspirationsSammelsurium angelegt und Ideen von den Treffen und den Kunden gesammelt. Da ist die liebe Nicola ganz oben auf der Liste!
Wer es wirklich für sich gezaubert mag, der ist bei Nicola richtig aufgehoben! <3

Nun geht’s aber los….

DQ: Wer bist Du?
Nicola: Mein Name ist Nicola Susen und ich bin Strickdesignerin.

DQ: Wo findet man Dich?
Nicola:
Webseite: nicolor.de
Ravelry: Nicolor
Instagram: nicolor.de
Facebook: Nicolor Strickdesign

DQ: Was darf man über Dich erfahren?
Nicola: Es störte mich immer bei Strickanleitungen, dass ich eine bestimmte Maschenprobe haben soll. Es kam nie so richtig gut hin – egal, wie ich mit Nadelstärken oder Fadenspannungen herumgezirkelt habe.
Also habe ich die »MAXIMALE FREIHEIT« erfunden. Meine Anleitungen mit diesem Stempel sind so geschrieben, dass du ein Garn deiner Wahl nehmen kannst und damit deine Größe strickst. Es ist keine „mach mal ungefähr so, musst du dann selber schauen“ Anleitung. Ich nehme dich in meinen Anleitungen komplett an die Hand. Du machst mit deinem gewählten Garn eine Maschenprobe und ich gehe mit dir Schritt für Schritt durch die exakte Formel für deinen Pullover / Jacke. Die Anleitung an sich ist dann genauso maschengenau, wie du es von allen anderen Anleitungen auch kennst. Das sind z.B.: Raglano (gratis – da kannst du dir das Prinzip mal ansehen), Martello, Luftig, Five, Roxy, …
Und als Sahnehäubchen obendrauf gibt es auch noch die »SUPER MAXIMALE FREIHEIT«. Das sind Anleitungen, die ganz ohne Maschenprobe funktionieren. Nimm einfach ein Garn deiner Wahl, dazu passende Nadeln und leg los. Das sind z.B.: Comodo, Eureka, Hexagon, Catty-Corner, …
(DQ: *Fanhupe raushol* Schaut Euch das Alles an! 😊 )

DQ: Welche war die beste Entscheidung in deiner beruflichen Laufbahn?
Nicola: Mich selbständig zu machen. Das ist inzwischen 15 Jahre her und es hat mich in verschiedenen Bereichen befreit. Ich hab ja nun einen recht kreativen Beruf. Meine Kreativität hält sich nur leider nicht an vorgegebene Uhrzeiten. Es war einfach nicht mein Ding zu bestimmten Uhrzeiten anwesend zu sein und zu tun, als würde ich was tun, obwohl in meinem Kopf gerade gähnende Leere herrschte. Und in der Freizeit kamen dann die Ideen, ich habe sie aufgeschrieben und am nächsten Tag versucht mich zu erinnern, was ich damit gemeint haben könnte. Nee, das war nix.
(DQ: Können wir suuuuuuuper gut nachvollziehen!)

DQ: Auf welche Frage hattest Du in letzter Zeit keine Antwort? Und, hast Du sie nun doch finden können?
Nicola: Oh ja. Ich hatte Ende der 70er eine beste Freundin, die im Nachbarhaus wohnte. Eines Tages ist die Familie sehr plötzlich weggezogen. Es hieß nach Brasilien. Ich hatte keine Adresse und so war diese Freundin für mich einfach weg. Vor ein paar Jahren habe ich immer mal wieder an sie denken müssen und habe mich im Internet auf die Suche gemacht. Nun hat sie nicht sooo einen seltenen Nachnamen und ich wusste auch gar nicht, ob sie überhaupt noch ihren Geburtsnamen hat. Diesen Sommer hatte ich bei einem Suchergebnis zum ersten Mal das Gefühl: „Das ist sie!“ Und was soll ich sagen: Ja, sie ist es! Inzwischen haben wir schon mehrfach telefoniert, bis der Akku aufgegeben hat. Herrlich.
(DQ: Oh wow! Was für eine tolle Geschichte! <3 Man darf eben nicht aufgeben!)

DQ: Wie oft schaust Du täglich auf dein Handy?
Nicola: Unzählbar oft.

DQ: Welchen Beruf haben sich deine Eltern für dich vorgestellt?
Nicola: Das wurde gar nicht so genau definiert. „Was Anständiges“ sollte es sein. Ich bin dann Programmiererin geworden. War wohl ganz okay, es kamen keine Klagen.
(DQ: 😉 )

DQ: Was wird dein nächstes Projekt?
Nicola: Aktuell stricke ich gerade an den letzten 10 Zentimeter (die letzten 10 Zentimeter sind immer die längsten) einer Tunika mit meinen momentan sehr geliebten „Kellerfalten“. Funfact bei dieser Sache ist, dass eine meiner Teststrickerinnen bereits seit zwei Wochen fertig ist.
(DQ: *grins* naja, das passiert eben auch mal! Spricht ja nur einmal mehr für deine Anleitungen! 😉 )

DQ: Welches war das schönste Kompliment, dass Dir jemand einmalgemacht hat?
Nicola: Mein Mann und ich saßen in Oberammergau in einem zünftigen bayrischen Lokal und aßen Kässpätzle. Ich: „Die sind lecker, ne?“ Er so: „Hmm, deine sind leckerer.“
(DQ: Awwwwwww *HerzchenAugenSmiley*)

DQ: Was war früher dein liebstes Schulfach?
Nicola: Oh, pffft… Das deutsche Schulsystem war irgendwie nicht so geeignet, um Faszination bei mir auszulösen. Mit Kunst konnte ich noch am ehesten was anfangen. Richtig gut wurde es in der Oberstufe als Leistungskurs.
(DQ: Kunst als LK klingt spannend!)

DQ: Wofür würdest du mitten in der Nacht aufstehen?
Nicola: Für Fotos zur blauen Stunde. Ich hab mal die Hochzeitsfotos einer Freundin zum Sonnenaufgang vor dem Brandenburger Tor gemacht. Außer uns war niemand da. Das war sensationell.
(DQ: Oh Wow! Für alle die sich nicht so sehr mit Fotografie auskennen: Hier die Erklärung auf Wikipedia)

DQ: Warum machst du den Job, den Du heute machst?
Nicola: Och, ich bin da irgendwie so reingeschlittert. Ich habe einfach eigene Ideen gestrickt und eine Freundin lag mir in den Ohren, dass ich die unbedingt bei Knitty einreichen soll. Hab ich gemacht und dann ging’s los. Selbständig war ich ja sowieso schon. Und so ist es im Laufe der Zeit immer mehr Strickdesign und immer weniger Grafikdesign geworden.
(DQ: Wie schön, dass es diese Freundin gibt!)

DQ: Wer ist dein größtes Vorbild? Und warum?
Nicola: Ich habe gar nicht ein großes Vorbild für alles. Bei dem einen Menschen finde ich dies gut und bei dem anderen jenes. Ich bin da mehr so der Cherry-Picker.
(DQ: Zu Recht! 😉 )

DQ: Welches ist das beste Buch, dass Du gelesen hast?
Nicola: Ich liebe ja Trivialliteratur. Problemstoff ist nicht meins. Ich möchte von Büchern einfach nur unterhalten werden. Extrem gut konnte das Manuela Golz mit „Ferien bei den Hottentotten“ und „Gemeinsam sind wir unausstehlich“. Großer Fan bin ich auch von Rita Falk und ihrem Franz Eberhofer.
(DQ: Können wir Beide sehr gut nachvollziehen!)

DQ: Bei welchem Film fängst Du laut an zu lachen, auch wenn Du ihn allein guckst?
Nicola: Bang Boom Bang – Ein todsicheres Ding
(DQ: 😛 )

DQ: Meer oder Berge?
Nicola: Berge. Ganz eindeutig. Ich war Ende September eine Woche am Meer, war auch schön, aber es fehlte was.

DQ: Gibt es etwas, wovon Du schon lange träumst, dich aber noch nicht getraut hast, es zu tun?
Nicola: Nein.
(DQ: Sehr gut! 😀 )

DQ: Welche Eigenschaft magst Du an Dir selbst am Meisten?
Nicola: Auweia, das sind ja so Fragen, die man besser gar nicht erst beantwortet. Da sagt man, man ist unkompliziert und alle gucken verschämt zur Seite und die Denkblasen über den Köpfen titeln: „Das denkst aber auch nur du!“ Ah, Moment, es geht darum, was ICH an mir selbst am Meisten mag… Ich finde es ja total super, dass ich so unkompliziert bin.
(DQ: Ist ja auch alles immer Auslegungssache, nech! 😉 )

DQ: Über welches Thema könntest Du eine 30-minütige Präsentation halten, OHNE jede Vorbereitung?
Nicola: Fotografie. Stricken natürlich auch. Wobei… ist es Fachpublikum? Dann gehe ich da besser nicht ohne Vorbereitung rein.
(DQ: NATÜRLICH ist das ein Fach-Publikum! Jeder weiß es am Besten, wie man dies oder jenes zu tun hat! Aber, mal Butter bei die Fische: Bei uns gibt es einfach (mittlerweile) VIELE Wege etwas zu „machen“! Also bedarf es auch keiner wirklichen Vorbereitung. 😉 )

DQ: Was darf in deinem Kühlschrank niemals fehlen?
Nicola: Käse. Und Milch für den Kaffee.
(DQ: *ggg* Ich (Astrid) bin voll bei Dir! Marion verdreht ein bisschen die Augen…)

DQ: Wann hast Du das letzte Mal bemerkt, dass sich deine Meinung zu einem Thema so richtig geändert hat?
Nicola: Das ist etwa 14 Jahre her und plötzlich fing ich an Kaffee zu mögen.
(DQ: Hups.)

DQ: Was ist der lustigste Witz, den Du kennst?
Nicola: Sagt die Null zur Acht: Schicker Gürtel.
(DQ: *ghnihihi* Kopfkino!)

DQ: Was würde mich an Dir überraschen?
Nicola: Wahrscheinlich, dass ich seit 7 Jahren jogge, ohne Spaß daran zu haben.
(DQ: DAS überrascht uns tatsächlich… Einfach weil wir die Disziplin bewundern!)

DQ: Welche Sache fällt Dir an anderen Menschen als erstes auf?
Nicola: Ob der Pullover gekauft oder handgestrickt ist.
(DQ: Wir nennen das hier Berufskrankheit 😉 )

DQ: Wenn Du einem kleinen Kind einen Rat mitgeben könntest, für den Rest seines Lebens, welcher wäre das?
Nicola: Hör auf dein Bauchgefühl und lass dich nicht bequatschen.
(DQ: <3)

DQ: Lieber wildcampen oder Hotel?
Nicola: Hotel. Ich bin ja immer mit Kamera und Laptop im Urlaub und muss über Nacht diverse Akkus aufladen. Das ist in der Wildnis immer so mühsam, wenn man dann das Fahrrad aufbocken und strampeln muss.
(DQ: Das stimmt wohl.)

DQ: Was ist dein Lieblingszitat?
Nicola: Misslingen kann eigentlich gar nichts – Ingrid Wiener.
(DQ: Recht hat sie!)

DQ: Bist Du eher ein Morgen- oder Nachtmensch?
Nicola: Definitiv eher Nachtmensch.

DQ: Was bringt Dich immer zum Lachen?
Nicola: Wortspiele gehen immer. Willy Astor kann das sehr gut.
(DQ: *grins* Ja, finden wir auch!)

DQ: Kaffee oder Tee?
Nicola: Beides. Wobei ich bei beidem wenig Gourmet bin. Kaffee mit viel Milch und Tee auch einfach vom Beutel. 

DQ: Auf welche Sache an Dir, bist Du richtig stolz?
Nicola: Dass ich es geschafft habe, vom Strickdesign leben zu können. Keine Ahnung, wie lange das anhalten wird. Ich geh mal zum Regal und klopfe.
(DQ: Vier Daumen sind sowas von feste gedrückt!)

DQ: Wie alt müsstest Du werden, um deinen Wollvorrat komplett aufzubrauchen?
Nicola: Ach, geht eigentlich. Es sind nur 9 Samlas (45L). *flöt* Wird wohl ein paar Jahre dauern. Aber die Rente wird niedrig sein, ich muss vorbeugen.
(DQ: Hahahaaaa, wir mussten herzhaft lachen 😉 )

DQ: Liebste Erinnerung zum Thema Handarbeit?
Nicola: In der 3. Klasse haben wir stricken gelernt. Ich konnte es von meiner Mutter schon ein bisschen und habe zu Hause weitergestrickt. Meine Lehrerin hat mir dann unterstellt, dass meine Mutter das gestrickt hätte.
(DQ: Was ein Kompliment! Auch wenn man das damals vielleicht gar nicht so gesehen hat…)

DQ: Was „nervt“ dich an der Handarbeits-Szene?
Nicola: Ich muss gestehen, dass ich nervige Themen recht schnell ausblende. Ich beschäftige mich lieber mit Dingen, die mir Spaß machen.
(DQ: Gesunde Einstellung! *Scheibchen abschneid*)

DQ: Wen sollte man deiner Meinung nach unbedingt in der Szene kennen und folgen? Nicola: Elizabeth Zimmermann. Das mit dem Folgen wird allerdings schwierig, sie ist leider schon vor 20 Jahren verstorben.
(DQ: Oh ja! <3 Eine unserer liebsten Damen hier, hat uns die tolle Frau auch schon ans Herz gelegt, weil sie einfach unglaublich genial war!)

Liebe Nicola, von ganzem Herzen vielen lieben Dank für´s mitmachen! Es hat uns seeeehr viel Spaß gemacht! <3

Und Euch – ihr die hier mitlesen – schaut euch gerne bei Nicola genauer um und wenn ihr ganz verwegen seid, folgt ihr auf ihren Kanälen! 😀

Wir hoffen, dass Euch unser „Interview“ mit Nicola gefallen hat! Hinterlasst uns gerne Eure Meinung als Kommentar!
Liebe Grüße vom Tisch 😀

 

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